
Dachdämmung von außen
Bei der Außendämmung am Steildach werden die Dämmplatten oberhalb der Sparren verlegt. Die leistungsfähigste Dämmmethode, wenn eine Neueindeckung ohnehin ansteht.
Dachdämmung von außen = Aufsparrendämmung
Wer nach „Dachdämmung von außen" sucht, meint beim Steildach die Aufsparrendämmung. Die Dämmschicht liegt lückenlos über den Sparren, die Eindeckung wird komplett erneuert.
So funktioniert es
Die gesamte Dacheindeckung wird entfernt. Auf die Holzschalung (oder direkt auf die Sparrenoberseiten) kommen Dämmplatten im Nut-Feder-Verbund. Darüber folgen Konterlattung, Lattung und die neue Eindeckung.
Das Ergebnis: eine durchgehende Dämmebene ohne Wärmebrücken an den Sparren. Das unterscheidet die Methode grundlegend von der Zwischensparrendämmung, bei der die Sparren als Wärmebrücken erhalten bleiben.
Alle Details zur Methode
Aufbau, Materialvergleich (PUR/PIR vs. Holzfaser), Kosten pro m² und Förderung: Alles auf unserer Detailseite zur Aufsparrendämmung.
Außendämmung oder Innendämmung?
Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Zustand der Eindeckung, Nutzung des Dachgeschosses und Budget.
Kriterium
Von außen
Von innen
Wärmebrücken
Keine (durchgehende Dämmebene)
An jedem Sparren
Raumhöhe
Bleibt vollständig erhalten
Keine Einschränkung bei Zwischensparren
Neueindeckung nötig?
Ja, immer
Nein
Kosten pro m²
200 bis 350 Euro
60 bis 160 Euro
Bewohnbar während Arbeiten
Ja (Arbeiten von außen)
Eingeschränkt (Innenarbeiten)
Erreichbarer U-Wert
Unter 0,14 W/(m²K) problemlos
0,14 nur mit Kombidämmung
Sichtbare Sparren
Ja, bleiben erhalten
Nein (verdeckt durch Dampfbremse)
Idealer Zeitpunkt
Neueindeckung, Komplettsanierung
Dachausbau, Renovierung
Wann lohnt sich die Dämmung von außen?
Nicht immer ist die Außendämmung die wirtschaftlichste Lösung. In diesen Situationen ist sie die klare erste Wahl.
Eindeckung muss erneuert werden
Wenn Ziegel, Dachsteine oder die Unterspannbahn am Ende ihrer Lebensdauer sind, fallen die Mehrkosten für die Dämmung vergleichsweise gering aus.
Dachgeschoss ist bewohnt
Bei bewohntem Dachgeschoss vermeidet die Außendämmung alle Innenarbeiten. Kein Staub, keine Einschränkung, kein Möbelrücken.
Bestmöglicher U-Wert gefordert
Für U-Werte unter 0,14 W/(m²K) ist die Außendämmung die effizienteste Lösung, da keine Wärmebrücken an den Sparren entstehen.
Sparren zu niedrig für Innendämmung
Bei Sparrenhöhen unter 14 cm reicht der Platz für eine Innendämmung oft nicht. Die Außendämmung umgeht das Problem komplett.
Kombination mit Photovoltaik
Bei der Neueindeckung können Montageschienen für Solarmodule direkt eingeplant werden. Zwei Maßnahmen in einem Bauabschnitt.
Sichtbare Sparren gewünscht
Wer die Holzsparren im Dachgeschoss als Gestaltungselement erhalten will, braucht eine Außendämmung. Bei der Innendämmung werden sie verdeckt.
Außen oder innen? Wir beraten Sie ehrlich
Ob sich eine Außendämmung bei Ihrem Dach lohnt, hängt vom Zustand der Eindeckung und Ihren Zielen ab. Wir prüfen das vor Ort.
Ablauf einer Dachdämmung von außen
Von der Bestandsaufnahme bis zur fertigen Eindeckung: So läuft eine Außendämmung in der Praxis ab.
Bestandsaufnahme
Dachzustand, Sparrenhöhe, vorhandene Unterspannbahn und Dämmung prüfen. Statik bewerten, ob die Konstruktion die zusätzliche Last der Dämmung und neuen Eindeckung trägt.
Gerüst und Witterungsschutz
Dachgerüst aufbauen und Witterungsschutzplane montieren. Das Haus bleibt während der gesamten Bauphase provisorisch abgedichtet.
Alte Eindeckung entfernen
Ziegel, Lattung und alte Unterspannbahn werden abgenommen. Asbesthaltiges Material (Eindeckungen vor 1993) wird nach TRGS 519 fachgerecht entsorgt.
Dampfbremse und Dämmung
Dampfbremse auf die Schalung oder Sparrenoberseiten verlegen. Dämmplatten im Nut-Feder-Verbund aufbringen und mit Dämmbefestigern in den Sparren verschrauben.
Unterdeckbahn und Lattung
Diffusionsoffene Unterdeckbahn, Konterlattung für die Hinterlüftung und Dachlattung für die Eindeckung montieren.
Neueindeckung und Abnahme
Neue Dachziegel oder Dachsteine verlegen, Anschlüsse an Traufe, First und Gauben herstellen. Blower-Door-Test zur Qualitätssicherung.
Was kostet eine Dachdämmung von außen?
Die Gesamtkosten liegen zwischen 200 und 350 Euro pro m² inklusive Neueindeckung. Die detaillierte Kostenaufstellung finden Sie auf unserer Kostenseite.
Gesamtkosten pro m²
200 bis 350 Euro
Material + Einbau + Neueindeckung
BAFA-Zuschuss
15 bis 20%
Bei U-Wert ≤ 0,14 W/(m²K)
Einfamilienhaus (120 m²)
24.000 bis 42.000 Euro
Vor Förderabzug
Was kostet die Außendämmung bei Ihrem Dach?
Dachfläche, Material und Sonderpositionen bestimmen den Preis. Wir kalkulieren transparent und verbindlich.
Angebot anfragenFragen zur Außendämmung
Die wichtigsten Fragen zur Dachdämmung von außen: Ablauf, Voraussetzungen und Kombinationsmöglichkeiten.
Individuelle Frage stellenAußendämmung vom Meisterbetrieb
Von der Bestandsaufnahme bis zur neuen Eindeckung: Wir planen und setzen Ihre Dachdämmung von außen fachgerecht um. Förderdokumentation inklusive.